Prof. Born: „Das hat die Türkei nicht verdient“

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Tatil

Der ehemalige TUI Vorstand und Touristik Honorarprofessor Karl Born kritisiert die Türkei Politik der deutschen Regierung.

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Gastbeitrag von Prof. Karl Born zum Thema Türkei und Kommunalwahlen am 6. März in Hessen:

Man kann mit der Kommunalwahl auch große Politik machen

Das ist zu kurz gedacht, wenn man behauptet, dass man mit der Kommunalwahl nur die örtliche Politik beeinflussen kann. Kurzfristig betrachtet ist das natürlich richtig. Aber auf längere Sicht gesehen, kann sich die Kommunalpolitik abstrampeln wie sie will, wenn von „oben her“ die grundsätzlich falsche Politik betrieben wird, ist ein vernünftiges kommunales Arbeiten nur schwer möglich. In dieser Zeit kann man (nein muss man) bei einer Kommunalwahl auch mal ein Zeichen setzen, das weit über das kommunale hinausgeht.

Im Prinzip ist das nicht sehr neu. Auch in der Vergangenheit hat die SPD oft kommunal Stimmen geholt, als Reaktion auf die Bundespolitik der CDU und umgekehrt. Aber jetzt sind die beiden ehemaligen Volksparteien am Regieren (eigentlich regieren tun sie gar nicht, sondern sie blockieren sich gegenseitig). Wie soll man da, sein Unverständnis zum Ausdruck bringen? Nicht-Wählen wäre der falsche Weg, das wird in der Regel von CDU/SPD ignoriert. Dann lieber eine Partei wählen, die unbelastet ist, aber keine radikale Partei, die nur Unsinn verspricht. Wenn man das zu Ende denkt, bleiben an allererster Stelle die Freien Wähler. Das wäre ein großes Zeichen und könnte gleichzeitig zum Ausdruck bringen, dass man demnächst auch auf höherer Ebene mit den Freien Wählern rechnen muss.

deniz55Als vom Tourismusvorbelasteter und Freund der Türkei auch hierzu passend noch eine Bemerkung. Der Tourismus in die Türkei bricht zur Zeit etwas weg. Kein Wunder. Wenn die verantwortlichen Politiker, vorweg unsere Bundeskanzlerin, das Thema Türkei nur noch mit „Flüchtlingsabwehr“ in Verbindung bringen, dann sinkt das touristische Interesse rapide. Dabei ist die Türkei viel mehr ein fantastisches Ferienziel, das uns unverändert viel Freude bereiten kann. Abgesehen davon, dass wir das den Menschen dort, die uns bei früheren Urlauben immer so unglaublich nett und hilfsbereit gegenübergetreten sind, mehr als schuldig sind. Ok, diese Art von Schuldabtragen, wenn man sich gleichzeitig selbst eine große Urlaubsfreude macht, ist eigentlich ganz nett.

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So lange Frau Merkel aber politisch so weiter macht wie bisher, fürchte ich, wird der Türkei-Tourismus in diesem Jahr Schaden nehmen. Das hat die Türkei nicht verdient. Jede Stimme die nicht an die große Koalition geht, sondern an die Freien Wähler, kann auch hier hilfreich sein, so überraschend das auf den ersten Blick scheint.

Karlheinz Grabmann: Frau Merkel, verbringen Sie Ihren Urlaub in der Türkei

 

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